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Woche 3: Alltag

veröffentlicht um 10.11.2010, 23:04 von Falko Werner   [ aktualisiert: 17.04.2011, 15:25 ]

04.10.2007 13:41:59

Hallo mal wieder, heute nur kurz!
Danke allen fleißigen Nachrichtenschreibern für Eure Unterstützung, es macht die Zeit hier natürlich viel schöner, wenn man immer wieder hört es geht allen gut. Mir geht es ähnlich, auch wenn ich uete beschlossen ghabe der drohenden Wasser- und Stromsperre in der Region zu entfliehen und mir die touristische Seite Kubas mit den Stränden ansehen werde.

So ein Pech wird da der eine oder andere sicherlich (nicht *g*) denken.

Also ich neheme and die nächste Nachricht wird ein paar schöne Strendbilder enthalten. Ich fahre für ein verlängertes Wochenedne an de la Los Cayos ;)

Bis dann , Falko

02.10.2007 11:20:31

Ersteinmal gaaanz viele liebe Grüße an Stephanie, unser nunmehr 10-jähriges Experiment ist in diesem Jahr in eine neue Phase übergegangen, ich bin gespannt wie es sich in der nächsten Zeit weiterentwickelt.

Ist manchmal schon ein bischen dumm, dass ich hier in Kuba mit der Ortszeit sechs Stunden hinterherhinke, aber damit muss man schließlich rechnen wenn man 8765km von zuHause weg ist. Aber mit so großem Abstand von der Heimat ist das Leben auch so ganz anders. Aus den letzten Nachrichten die ich bekommen habe sind so einige Fragen abundzu aufgetaucht, die ich scheinabr noch nicht hier beantwortet habe.

Mir ist aufgefallen, dass es abgesehen von den ersten beiden Tagen fast täglich regnet. Mit dem Regen gab es fast jedes Mal auch einen Stromausfall. Elektrizität und Wasser spielen halt nicht gern zusammen, das habe ich schon in den erstn Physikunterrrichtjahren gelernt und hier erlebe ich es sehr regelmäßig. Ohne Strom und die sicher elektrisch betriebenen Pumpen gibt es aber offenbar auch kein Wasser.
Und auch in anderen bereichen ist die Kausalitäätskette anwendbar: Naja wenn kein Strom, dann kein Computer, dann halt nichts tun, vorallem am WE. Wenn ich da nicht nach Sta. Clara gefahren wär, wäre mir sicher die Decke auf den Kopf gefallen. So habe ich nen neuen Haarschnitt, Eis und Pizza gegessen und mich am Sa. zufällig aber dann sehr lange mit Raul, eig. meinem Mitbewohner, getroffen und gesehen, was er am WE so treibt.
Er hat ein Zimmer in einer privaten Pension, dort bekommt er 3 Mahlzeiten und hat ein richtiges Bett. Ist zwar ganz schön, aber für 15 € pro Tag muss ich das nicht unbedigt haben. Denn einerseits ist das Zimmer im Wohnheim C2 ganz in Ordnung, auch wenn ich mich gelegentlich über die vielen Mitbewohner amphibischer und reptilischer Natur lustig mache. Andererseits kann ich mich über das Mensaessen nicht wirklich beschweren, es ist richlich und enn man gelegentlich Abwechslung wie Pizza, oder Restaurantessen in Sta. Clara oder wie letzten Sonntag beim Besuch bei Marty Delgados oder n diesem Samstag bei der Gastfamilie Raul's hat, dann ist soweit alles im grünen Bereich. Im Anschluss an das Abendessen und eine lange Unterhaltung mit einem kroatischen Paar, das die Nacht ebenfalls in der Privatunterkunft in der Raul über's Wochenende wohnt untergekomen ist, haben wir uns am Parque Vidal noch mit Rauls Freunden getroffen und uns bis 3 Uhr morgens unterhalten. Danach bin ich mit dem Nachtbus zur Uni zurück gefahren.

Ansonsten bin ich in der Uni dabei alle über die letzten Jahre entstanden Materialen endlich mal richtig in einen sinnvollen Zusammenhang zu bringen und davon ausgehend dann den Roten Faden für meine Diss zu stricken. Die Gliederung steht mittlerweile.

Wohnheim:
Erste Eindrüke vom Zimmer sinb ja im Blog oder bei StudiVZ zu sehen, trotzdem hier noch eine kurze Beschreibung. Das Zimmer ist mit einer Naßzelle versehen, die durch einen gekauften und selbst angebrachten Duschvorhang vom Schlafraum abgetrennt werden kann. Dazu war es sehr hilfreich die Rolle Draht aus Deutschland mitgebracht zu haben, die mir beim Basteln am Fahrrad und im Zimmer schon mehrfach gute Dienste geleistet hat.
Zurück zur Naßzelle: Darin befindet ein von mir repariertes Waschebecken, die Anschlußleitung hatte mehr Löcher als ich zählen konnte, eine Toilette ohne Deckel (hab ich hier leider noch nicht gefunden) und eine gemauerte Dusche. Dusche und Toilette sind jeweils mit einer Lamellentür "abschließbar".
Kühlschrank: da gibt's einen im Wohnheim in der Wohnheimverwaltung. Doch die war immer, wenn ich etwas aus dem Kühlschrank brauchte, abgeschlossen. Seit zwei Wochen habe ich die Möglichkeit einen im Büro zu nutzen. Das ist aber zu weit nur, um mal was Kaltes zu holen, wird also tagsüber zum Trinkwasserkühlen verwendet.
Also gibts im Zimmer meist nur einfaches Essen, das man nicht kühl lagern muss. Frühstück bspw. heißt bei mir Müsli
mit Milchpulver-Milch, da das Pulver ja auch ohne Kühlschrank lagerfähig ist. Gewöhnungsbedürftig aber besser als anfangs gedacht.

01.10.2007 16:35:21 (Fotoblog)


Karibikhimmel am Abend


"Besucher"


"Besucher"


Taxi kubanisch


Der Park in der Nacht


Im Park


und noch ein Parkfoto


Park-ende Feuerwehrautos, Raritäten muss man wohl sagen


Besucher


Ein schöner Sonnenuntergang


Abendsonne und Palmen in Santa Clara


The Santa Clara Monastery by Night


Unterwegs mit "Freunden"...


am Rande des Parks mit ein wenig einheimischen Getränken ;) gegen die Hitze

Sonntag, morgens nach einer langen Nacht wieder in Santa Clara


Der Haupteingang der Uni (aus dem Bus)


Die Landschaft um Santa Clara (aus dem Bus)


Das Denkmal "Tren blindado" zum Überfall Che's (aus dem Bus)


Am Mercado Sandino, gerde angekommen gießt es wie aus Kannen ;(


Aber nur kurz, dafür heftig... Hier viele Marktbesucher


Es gibt Fleisch


Schach-Wettkampf im Parque Vidal
bei den Feierlichkeiten zum 47-jährigen Bestehen der Komitees zur Verteidigung der Revolution

01.10.2007 15:20:01

So heute ist also wieder Montag und ich bin gut durch das strom- und wasserarme Wochenende gekommen. Dabei konnte ich wieder viel erleben, vom Wasserspeichern, "Duschen mal anders" und die kubanischen Feiern zum 47. "Geburtstag" der CDRs, also der lokalen Kommitees zur Verteidigung der Revolution und der passend großen Feier am Wochenende in Santa Clara und sicher auch vielen anderen Städten.

Ansonsten habe ich gestern wirklich triefnasse Wäsche von der Leine nehmen müssen und sie dann so gut es geht im Zimmer aufhängen müssen.


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