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Woche 1: Einleben

veröffentlicht um 10.11.2010, 22:59 von Falko Werner   [ aktualisiert: 17.04.2011, 15:24 ]

21.09.2007, 10:48

Nachdem ich diese Nacht wieder mal gut geschlafen habe, gab es heute Morgen mal wieder neuen Besuch bei uns im Wohnheimzimmer:


"Iguana am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen"


Tschüß, Gecko, mach's gut ;)

Meine Hauptaufgabe für heute ist die Arbeitsfähigkeit hier am PC herzustellen, also alle notwendigen Daten auf den internerangebundenen Rechner zu kopieren. Bis jetzt sieht es auch so aus als sollte das zu schaffen sein. Die ersten zwei Stromausfälle habe ich bereits gut überstanden. (10:39 Ortszeit)

Dummerweise bin ich mal wieder in der dummen Situation mit meinem Fahrrad zur Reparatur zu müssen. Nachdem erst die ganzen einstellbaren Teile locker und zu fixieren waren obwohl ich den Maulschlüssel bei Rudaev im Auto liegen gelassen habe, dann die Kette gerissen ist, werde ich heute, am 4. Fahrrad-Tag, meine erste Reifenpanne beheben müssen.

Ansonsten freue ich mich bereits auf die Erfahrungsberichte von Ruben und Anne-Christin zu ihrer ersten Woche hier beim Mittagessen.

20.09.2007

Nachdem ich ja gestern der letzte im Labor war, musste ich abschließen. Und da mein Schlüssel nur geliehen war, musste ich folglich heute früh auch wider aufschließen, sodass ich gezwungenerweise richtig früh aufgestanden bin. Und das war garnicht so schlimm ;) Noch werde ich eh' sehr früh wach, da ich die Umstellung auf die Zeit hier sicher noch ein Weilchen braucht.

Außer während der exterm verlängerten Mittagspause, die durch den heutigen Stromausfall bedingt war, habe ich die meiste Zeit am PC verbracht, die restliche Software zum laufen zu bekommen und muss dann morgen nur noch meine Daten auf dem PC transferieren um arbeiten zu können. Die verlängerte Mittagspause habe ich dann zum Aufwärmen genutzt und bei der Gelegenheit glücklicherweise die beiden anderen deutschen Austauschstudenten getroffen. Anne-Christin aus Bremen und Ruben aus Oldenburg, der gleich gefragt hat, ob mir Jorge Marx Gomez (Magdeburger Wirtschaftsinformatiker, der einem Ruf an Uni in Oldenburg gefolgt ist.) ein Begriff ist, was ich natürlich bejahte.

Morgen werden wir gemeinsam Mittagessen und dann mal sehen, wie es weiter geht. Zumindest werden die beiden ab nä. Woche 2 Wochen lang Urlaub machen. Das habe ich auch vor aber erst zum Ende meiner 3 Monate hier, entweder in Verbindung mit der Havanna-Reise zur LogMark2007-Konferenz oder der Rückreise. Wenn es klappt werde ich für die beiden beim Spanisch-Kurs mitschreiben und dafür ihre Unterlagen aus der Woche bekommen.

Schlimmer als gestern noch ist der Regen. Trotz des längeren in der Uni bleibens und des die großen Ragenmengen abwartens bin ich mit dem Rad auf dem fast 2km langen Weg vom Labor zum Wohnheim ziemlich naß geworden, aber auf jeden Fall weniger als alle Anderen zufuß. Denn mit dem Rad kam ich zumindest fast trockenen Fußes durch die vielen fast reißenden Bäche, die zuvor mal Straßen und Kreuzungen auf dem Campus waren. Leider nur fast, denn ich musste die Straße von Santa Clara nach Camajuani noch überqueren und dabei durch den ziemlich tiefen und und breiten Straßengraben kommen und habe mir dabei doch einen nassen Fuß geholt.

Aber ein Gutes hatte der Regen, es gab genügend Wasser um dann doch noch zu duschen :)

19.09.2007

Da es auf Kuba nur vorgesehen ist, Milch für Kinder bis 7 Jahre auszugeben, war das heutige Frosties-(Azucar Flakes)-Milchfrühstück eine willkommene Abwechslung auch wenn die Milch aus Milchpulver und Wasser bestad hat sie doch relativ "echt" geschmeckt. Ansonsten bin ich fast fertig, die notwenige Software zur Arbeit hier am PC zu installieren, auch wenn ich ohne Java-VM so meine Probleme hatte.

Außerdem ist ja gestern auf dem Rückweg die Kette des neu gekauften Fahrrades gerissen, so habe ich mit Rudeav Hilfe die Kette reparieren müssen. Seit dem läuft das Rad wieder.

Die kubanische Küche, zumind. was die Mensa an geht scheint wirklich nicht sher abwechslungsreich zu sein. Ich habe das Gefühl, mit dem heutigen Gericht die letzte Neuigkeit kennenzulernen: das erste Mal arroz con frijoles (Reis mit schwarzen Bohnen) und zusätzlich, als wäre es nicht genug noch pollo (Hähnchen). Also Reis mit Bohnen ist hier ein Nationlagericht, das vorallem auch an den Feiertagen gekocht wird.

Nachdem ich heute nicht einen Stromausfall hatte, habe ich mich schon gefreut, aber offensichtlich zu früh, dann als ich nach einem langen Tag in der Uni zurück ins Wohnheim kam, musste ich nach dem Abendessen feststellen, dass es kein Wasser gab. Und da das bis dahin noch nicht vorgekommen ist, war ich natürlich unvorbereitet. Naja, zumind. hatte ich ja meinen 5l Trinkwasserkanister, auch wennich ihn mit meinem unvorbereiteten Mitbewohner Raul geteilt habe, der auch noch so frech war un mein Mineralwasser, das ich extra für's Milch machen gekauft haeb ausgetrunken hat. Naja, ich hab es ihm ja nicht ausdrücklich gesagt :(

Schön war zumindest, nachdem ich in der letzten Zeit sehr viel Hilfe in Anspruch genomne habe auch selbst mal helfen zu können. Und zwar ging es um den Datentransfer von Bildern auf nem Handy zum PC. Glücklicherweise war es ein Nokia-Handy mit SD-Karte, sodass ich einfach den Cardreader verwenden konnte :)

18. September 2007, mein zweiter Tag an der UCLV (Universidad Central "Marta Abreu" de Las Villas)

Ein Großteil der Eingewöhnungsphase hier in Santa Clara habe ich jetzt hinter mir, ich weiß wo ich schlafe, arbeite, einkaufen kann, es Essen gibt, wie ich wann wo hinkomme, wer hier in meiner näheren Umgebung arbeitet. Selbst mit der rudimentären Kommunikation in der Landessprache habe ich erste positive Erfahrungen gesammelt. Ich kann bspw. unabhängig von anderen Einkaufen gehen und Essen bestellen.
Das Abenteuer kann also beginnen.


Ein weiterer Eindruck von der Stadt Santa Clara

Und genau damit ging es dann nach de Arbeit auch los. Das frisch erstandene, mit Luft in den Reifen versorgte und erstmalig ausprobierte Fahrrad, an dem alle lockeren und festen Schrauben mehrmals verstellt werden mussten, hatte seine erste Panne. Die Kette ist gerissen. Also hieß es dann nach Hause schieben. Dann habe ich versucht bei einem Ausflug in die Stadt eine Fahrradwerkstatt zu finden, was mir dann erst bei der Rückfahrt mit einem Blick aus dem Bus gelang. Naja, mal sehen, was noch so auf mich wartet.


Mein Santa-Clara-Rad

Es während des gesamten Nachmittags immer wieder Schauer, die ich glücklicherweise nur aus dem Bus erlebt habe. Aber mit Einbruch der Dunkelheit gab es ein stundenlang anhaltendes ein großes Gewitter. Und dabie haben sich die Frösche draußen garnicht wohl gefühlt, also sind sie alle zu uns ins Wohnheim gekommen. Und da wir ja keine Fenster im Europäischen Sine haben, sind sie natürlich nicht im Flur oder dem Eingangsbereich sondern gleich direkt ins Zimmer gekommen. Man kann also sagen es gab ein kleines, oder vielleicht auch größeres Froschaufkommen ;)


"Guten Morgen!"

Ein schönes Bild, das ich hier in den nächsten Tagen auch zeigen werde ist mir dabei auch gelungen. Ich wusste ja nicht, das Frösche auch Frösche fressen. Da habe ich mch an Obi Wans Spruch aus StarWars I erinnert gefhlt als ich einen Froschhenkel aus dem Maul eines großen Froschs hängen sah: "There is always a bigger fish" also "Es gibt immer einen größeren Fisch". Auch wenn es sie hier ja um Amphibien handelt (*klugscheiß*). Außerdem habe ich von Raul, meinem Zimmerkumpanen gelernt, dass Froschschenkel auf Spanisch ankas de rana sind ;)

(21.09.2007, 15,59) Hier das nachgereichte Bild:


"Fünf Froschschenkel"
oder im Original: "cinco anakas de rana"

17. September 2007, 13:30

Heute, dem ersten Tag an der Uni habe ich auch eine der vorgenommen Aufgaben in Angriff genommen und allen geschrieben, die mir in den Sinn kamen. außerdem Hat mir Rudaev bei den Wegen zur Änderung des Touristenvisums in ein akademisches Visum geholfen.

Am Abend war ich dann ein weiters Mal im Stadtzentrum, ein paar Kleingkeiten kaufen und etwas essen. Sehr Günstig ist das Essen in den Restaurants in denen man für kubanische Peso essen kann. So hane ich für umgerechnet ca. 0,60 € einen Hamburger gegessen und eine Kola getrunken, wobei die Kola 2/3 des Preises ausgemacht hat. Und danach habe ich noch in einem klenen Eckladen ein Softeis für eine Peso national (ungefähr 0,04 €) bekommen.

16.September, ein Ausflug mit dem normalen Bus ins Stadtzentrum

Nachdem ich gut ausgeschlafen habe, und gestern alles Wichtige eingekauft, alle Taschen ausgepackt und das Zimmer gefegt, gewischt und geschrubbt hab, war am heutigen Sonntag ein Ausflug in die Stadt dringend notwendig.
Da ich mich mit meinem seit gestern im Zimmer befindlichen spanischen Mitbewohner gut verstehe, haben wir den Ausflug gemeinsam in Angriff genommen.

Wir haben Viele Eindrücke gewonnen, die ich gerne Teile, hier ein paar Bilder:


Kirche: Iglesia del Carmen Straßen von Santa Clara Stromversorgung heute


die andere Art des öff. Verkehrs Rio Cubanicay in Santa Clara Klassiker in Kuba: ein Pontiac

Nach dem Ausflug in die Stadt habe ich die erste echte Cahnce genutzt meine Laufschuhe auf kubanischemm Boden auszuprobieren und bin gleich mal um die Wohnheime, über die riesige Feuchtbiotopwiese entlang am Zaun des östlichen Teils des Unicamups über die Straße nach Camaguani auf den Hauptcampus, die Straßen antlang bis zum Gebäude der Fakultät für Mechanik und der Fakultät für Chemie und wieder zurück. In den gut 45 Minuten bin ich wahrscheinlich so ca. 7 km gelaufen, da es über die Wiese doch sehr langsam voranging. (Im Nachhinein betrachtet denke ich, war es gut mal gesehen zu haebn wo die ganzen Krabbeltiere herkommen, die uns immr wieder m Zimmer besuchen, dazu aber später mehr. *g*)

Samstag, 15.09.; Die Reise ist geschafft, nun kann's losgehen.

Frühstück mit Rudaev in Sant Clara

Shopping: Ventilator, Wäschekorb, Besen, Handfeger, Kerhblech, Essen, Fahrrad

Pokern mit Raul, meinem Mitbewohner

Die Reise nach Kuba (14.09.2007)

Meine Reise von Schönebeck aus ging über Magdeburg und Leipzig per Bahn und Flugzeug nach Varadero auf Kuba.


Der LTU-Flug mit immerhin 3 Stunden Verspätung Flugzeug-Monitor vor der Landung

Nachdem die Reise nach Kuba nur in Deutschland ein paar Überraschungen (unbesetzter Vorabendcheckin am Hbf. in Magdeburg, Flugverspätung aus techn. Gründen) für mich bereithielt, bin ich in Kuba sehr gut angekommen. Ich wurde trotz 3-stündiger Verspätung direkt am Flughafen abgeholt. "Danke" dafür an Rudaev. Dann ging die Reise mit dem Auto über kubansiche Straßen durch kubanischen Abendverkehr mit ein paar kurzen Stopps an Puntos de Servicio zum Benzin und Kaffee "tanken" direkt zum Wohnheim mit der netten Bezeichnung C-2, wo mich eine Überraschung erwartete, die sich Zimmer nennt.

Im Zimmer, das mit 4 Doppelstockbetten, zwei Wandschränken sowie einer Nasszelle ausgestattes ist, war auch gleich der erste Mitbewohner zu sehen, ein handtellergroßer Frosch, dem es im Zimmer sehr gut zugefallen schien. Er ist mir beim nächtlichen Abstecher zur Toilette auch gleich näher gekommen, als ich es mir gewünscht hätte. Es war nicht so angenehm, gleich in Körperkontakt zu treten. Vielleicht wollte der Frosch ja auch nur sein Revier verteidigen. Aber da werden wir sehen, wer den längeren Atem hat.


Mein erster kubanischer Frosch!
(P.S. Es sollte nicht der Letzte sein.)


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